Energiegarten® e.V.

Waldenserstraße 2-4 . 10551 Berlin
Tel. 030.39 732 008 . Fax 030.39 510 53
info@energiegarten.de


Die 10 „Essentials“ eines Energiegartens®

  •     1. Die Idee vom Energiegarten®
    Entsprechend der Idee des >Gartens< als Nutzgarten ist das Wesentliche des Energiegartens®, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: Säen, ernten und genießen.
    Ein Energiegarten® entsteht, wenn die Nutzung regenerativer Energien mit einer landschaftlichen Gestaltqualität einhergeht. Dann wird Energieproduktion zu einem ästhetischen Genuss und es entstehen Grundlagen für eine neue Entwicklung von Orts- und Landschaftsbildern.

  •     2. Synergien durch Energie-Mix
    Ein Energiegarten® stellt eine Vielfalt der Nutzung verschiedenster erneuerbarer Energieträger (Pflanzen, Wind, Sonne, Erdwärme, Wasser, Gezeiten...) auf einer Fläche dar. Die Kombination von mindestens zwei erneuerbaren Energieformen auf einer Fläche ist eine Grundvoraussetzung für einen Energiegarten®. Durch die Kombination von erneuerbaren Primärenergien entsteht Vielfalt in den Strukturen, die sich synergetisch ergänzen, beispielsweise in einer stabilen Energiebereitstellung.

  •     3. Energie-Pflanzen
    Ein Energiegarten® muss als ein unverzichtbares Element mit Energie- oder Rohstoffpflanzen ausgestattet sein. Nachwachsende Biomasse stellt folglich eines der Elemente des Energie-Mixes dar.
    Entsprechend leistet die pflanzliche Arten- und Strukturvielfalt der Energiegärten® einen Beitrag zur Umsetzung von naturschutzfachlichen Zielen.

  •     4. Erlebbare Gestaltqualität
    Ein Energiegarten® muss sich für Naherholung und Tourismus eignen; er muss entsprechend erschlossen und die Qualität seiner Gestalt erlebbar sein. Neben den Energiepflanzen hat dabei besondere Gestaltungsrelevanz die landschaftsästhetische Einbindung von Energieerzeugungsanlagen, wie z.B. Windkraftanlagen, Solartechnik, Biomassekraftwerke.

  •     5. Kultur neuer Landschaftsbilder
    Energiegärten® leisten einen Beitrag zur Prägung neuer Bilder für unsere Kulturlandschaften.

  •     6. Nachhaltigkeit als Prinzip
    Regenerative Primärenergiequellen sind per se dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet. Ein Energiegarten® ist so anzulegen, dass eine möglichst optimale und ausgewogene Ökobilanz erzielt wird.

  •     7. Eingriff-Ausgleichs-Regelung
    Energiegärten® sollen so beschaffen sein, dass ein auf der Grundlage des Naturschutzgesetzes festgestellter Eingriff möglichst umfassend an Ort und Stelle ausgeglichen werden kann. Hierbei ist eine ganzheitliche Auslegung der naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf das Landschaftsbild erforderlich.

  •     8. Ökonomie
    Ein Energiegarten® muss betriebs- und volkswirtschaftlich effizient sein. Seine ästhetische Dimension ist unverzichtbarer Bestandteil dieser Ökonomie.
    Energiegärten® sollten mindestens 50 ha umfassen, damit eine landschaftliche Gestaltqualität und eine sinnvolle energetische Nutzung möglich sind.

  •     9. Umweltbildung
    Energiegärten® leisten einen Beitrag zur Umweltbildung, in dem sie erneuerbare Energien in einem ästhetischen Kontext vorstellen. Umweltbildungseinrichtungen (von der Infotafel bis zum Besucherinformationszentrum) sind konstitutiver Bestandteil eines Energiegartens®.

  •     10. Dezentrale Konzentration
    Energiegärten® sind Bestandteil dezentraler nachhaltiger Energieproduktions- und Energieversorgungskonzepte.


Vorstandsbeschluss
Dresden/Berlin, 09. 12. 2002