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ENERGIEGARTEN WILL AUF DER KIPPE JÄNSCHWALDE WURZELN SCHLAGEN

Erste Ideen werden am 10. Dezember in Gosda vorgestellt.

Gosda I.  Was kommt nach dem Tagebau? Neben der Gemeinde Gosda füllt sich langsam der Klinger See. Das muss aber noch nicht alles an Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft gewesen sein. Am Montag, dem 10. Dezember, will sich der Energiegarten e.V. in der Gemeinderatssitzung in Gosda I vorstellen. 

Vorhaben für ganze Region

Das Projekt Energiegärten ist eingebunden in die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land. Grundidee ist die Nutzung von regionalen erneuerbaren Energieressourcen in der Bergbaufolgelandschaft. Ein Ansatzpunkt dabei ist die Gewinnung von Energie aus Wind. Bernhard Weigel, der im Auftrag des Energiegarten-Vereins in Gosda die Idee und erste Ergebnisse von Standortuntersuchungen vorstellen will, ist hauptberuflich bei der Boreas Energie GmbH in Dresden beschäftigt, einer Firma, die Windparks plant, baut und betreibt. Statt der bekannten nach technischen Aspekten konzipierten Windparks soll nach Vorstellungen des Energiegarten-Vereins aber ein Komplex entstehen, in dem unter anderem auch die Potenziale von Energieproduktion aus Biomasse genutzt werden. Auf der Internetseite modelliert der Verein unter www.energiegarten.de seine Vision eines Energiezentrums, das sich als touristischer Anziehungspunkt darstellt. Ziel sei dabei die Vermittlung von Informationen und die Beobachtung, wie eine Landschaft neu geformt wird. Bis es so weit ist, werde nach Weigels Einschätzung noch viel Zeit vergehen. Derzeit werde mit der Regionalplanung des Landes und der Landesplanung nach geeigneten Standorten gesucht. Die Tagebaukippe von Jänschwalde sei dabei ebenso untersucht worden wie andere Bergbaufolgelandschaften im IBA-Gebiet.

Arbeitsplätze im Visier

Nicht zuletzt setzt der Energiegarten e.V. auf die Schaffung von Arbeitsplätzen nicht nur bei der Entwicklung der Energiegarten-Standorte, sondern auch beim Betrieb: Biomasse zum Beispiel müsse herangezogen, geerntet und verarbeitet werden. Aus Landwirten würden auf diese Art Energiewirte. (es)

Artikel aus:
Lausitzer Rundschau
Erscheinungsdatum: 05. Dezember 2001